Sonntag, 2. Februar 2014

21 Kilometer im freien Fall

Der Rekord-Höhensprung des Felix Baumgartner ging 2013 durch die Medien: Aus einer Kapsel, die an einem Fesselballon bis in die Stratosphäre gestiegen war, sprang der Österreicher in einem Spezial-Raumanzug in die Tiefe, fiel dreieinhalb Minuten ungebremst nach unten und durchstieß dabei die Schallmauer. Zu den Unterstützern der Stratos-Mission gehörte neben Red Bull auch der Kamerahersteller GoPro, dessen Outdoor-Modell GoPro Hero 3 sich zum Quasi-Standard für Onboard-Videos von Extremsportarten entwickelt hat. Allein am Anzug Baumgartners waren sechs Stück der gut zigarettenschachelgroßen Kameras befestigt.

Damit konnte der Sprung aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive dokumentiert werden - und in unglaublicher Bildqualität.

Wer immer schon einmal wissen wollte, wie sich der Weltraum so anfühlt - dieses Video gibt einen Eindruck. Tipp: Unbedingt im Fullscreen-Modus ansehen.


Dienstag, 7. Januar 2014

Sie kommen!

Gestern nacht wurde immLuftraum Bremen ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet. Ein Flug wurde annulliert, ein weiterer umgeleitet. Hier die Meldung von Radio Bremen:


Montag, 16. Dezember 2013

Jadehase has landed

So sieht es aus, wenn ein chinesisches Raumschiff auf dem Mond landet:


 

Seit Samstag, 14. Dezember 2013 gibt es eine dritte Nation, die kontrolliert auf dem Mond gelandet sind. Das Raumschiff Chang-E hatte einen Rover dabei, der "Jadehase" heißt. Der Rover wurde inzwischen ausgesetzt und soll in den nächsten drei Monaten den Mond erkunden.


Auch ein halbes Jahrhundert nach der Landung der ersten Mond-Raumsonde ist eine solche Mission alles andere als einfach. Insofern: Glückwunsch!

Freitag, 1. März 2013

Das Rätsel um den Van-Allen-Gürtel

1958 entdeckte der Astrophysiker James Van Allen, dass die Erde von einem Ring aus hochenergetisch geladenen Teilchen umgeben ist. Dieser Ring, der an den Polen bis auf wenige hundert Kilometer an die Erdoberfläche heranmreicht, ist unter anderem für die Entstehung der Polarlichter verantwortlich - und befeuert die Skepsis der Menschen, die glauben, eine Mondlandung habe nie stattgefunden. Beim Durchfliegen des äußeren Van-Allen-Gürtels, der sich 15.000 bis 25.000 km über der Erde befindet, hätten sich die Astronauten in ihren dünnwandigen Raumschiffen unweigerlich eine solch große Strahlendosis eingefangen - so die Argumentation der Mondlandungsskeptiker - dass sie einen Raumflug niemals überlebt hätten.

Da ist was dran, zumindest theoretisch. Zur Strahlenbelastung im Van-Allen-Gürtel schreibt Wikipedia:


Die Äquivalentdosis der Strahlung beider Hauptzonen beträgt hinter 3 mm dickem Aluminium unter extremen Umständen bis zu 200 mSv/h (Millisievert pro Stunde) im Kernbereich des inneren Gürtels und bis zu 50 mSv/h im Kernbereich des äußeren Gürtels. Als Normwerte gelten im gesamten Van-Allen-Gürtel 0,7-1,5 mSv pro Tag (effektive Dosis), diese Diskrepanz lässt sich zum einen durch die verschiedenen Messmethoden erklären, zum anderen aber auch durch die Abhängigkeit der Strahlung von den starken Schwankungen der Sonnenaktivität. Dadurch können mitunter 1000-mal höhere Werte gemessen werden. Auf der Erde ist die Strahlung des inneren Van-Allen-Gürtels im Bereich der Südatlantischen Anomalie deutlich zu beobachten.
Zum Vergleich: In Europa beträgt die mittlere Strahlungsdosis auf Meereshöhe etwa 2 mSv/a ≈ 0,2 µSv/h.

Allerdings hängt die Strahlenintensität des Gürtels von Faktoren wie der Sonnenwindaktivität, aber auch von der Flugbahn des Raumschiffs durch den Gürtel ab. Und so viel sind 1,5 Millisievert auch nicht: Der aktuelle Grenzwert für Personen mit hoher Strahlenbelastung in Deutschland liegt bei 20 Millisievert pro Jahr. Und in 15.000 km Höhe hatten die Apollo-Raumschiffe bereits eine Geschwindigkeit von über 30.000 km/h - das Durchqueren des Van-Allen-Gürtels dauert bei diesem Tempo rund 20 Minuten. Als unmittelbar lebensbedrohend gilt eine Einzeldosis von 6 Sievert (= 6.000 Millisievert), also das 4.000-fache der durchschnittlichen Tagesdosis im Van Allen-Gürtel.

Satelliten oder Raumschiffe, die in einer Erdumlaufbahn operieren, die im Van Allen-Gürtel liegt, müssen die Strahlenbelastung durchaus berücksichtigen, da sie sich gegebenenfalls lange im Einfluss dieses Strahlengürtels aufhalten. Für die Astronauten der Mondmisson stellte der Flug durch den Van-Allen-Gürtel dagegen keine große Gefahr dar - angesichts der vielen anderen Gefahren, die zu meistern waren.

Übrigens, auch 55 Jahre nach seiner Entdeckung ist der Van-Allen-Gürtel immer noch für Überraschungen gut. Unlängst hat die NASA herausgefunden, dass er sich nicht nur - wie bereits bekannt - in zwei Teile aufteilt, sondern manchmal auch einen dritten Gürtel bildet.

Freitag, 15. Februar 2013

War das die Vorhut?

Über dem Ural ist heute morgen offenbar ein Meteorit explodiert. Behördenangaben zufolge wurden durch herumfliegende Glasscherben über 100 Menschen verletzt.

Näheres dazu lesen Sie hier: http://www.n-tv.de/panorama/Hunderte-Menschen-werden-verletzt-article10129821.html

Der Asteroid 2012 DA14 wird erst heute Abend gegen 19 Uhr MEZ erwartet. Mehr dazu hier: http://redbullet-buch.blogspot.de/2013/01/am-15-februar-ist-der-weltuntergang-fast.html